HEPC Blog · 29.01.2025

Prävention im Unternehmen, nachhaltig und effizient

Prävention im Unternehmen, nachhaltig und effizient
Gemeinsam vorankommen: Eine durchdachte Begleitung trägt dazu bei, dass Teams nachhaltig gesund zusammenarbeiten.
Was braucht es, damit Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) effizient wirkt? Mehr als gute Absichten. Lies hier, mit welchen fünf Kernelementen ihr eure Mitarbeitenden unterstützen könnt, damit sie langfristig gesund und motiviert bleiben.

Viele Unternehmen starten ihre BGM-Massnahmen voller guter Absichten – und auch wenn man anfangs topmotiviert war, verpuffen die Anstrengungen nach einer Weile.  Wie gelingt es, Gesundheitsinitiativen nachhaltig und effizient umzusetzen?

Human Empowerment Center unterstützt Swisscom seit einigen Jahren im Bereich Gesundheitsprävention. Im kürzlich erschienenen Buch «Lebenszyklusorientierte Personalentwicklung» konnten Livia Hirt (Swisscom) und Anja Peter (Human Empowerment Center) aufzeigen, welche Massnahmen besonders erfolgreich wirken. Wir haben die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst.

1. Frühzeitig handeln

Das Swisscom-BGM ist für 19‘000 Vollzeitäquivalente verantwortlich – eine Menge, bei der systematisches Vorgehen allein nicht genügt. Um einen Einblick über die Gesundheit der einzelnen Teams zu bekommen, wurde 2021 das Pilot-Projekt Health-Cockpit gestartet. Darin zeigen Indikatoren wie Abwesenheiten, Stresslevel oder auch Feedbacks aus Mitarbeitenden-Befragungen mögliche Belastungen frühzeitig an. So können gezielte Präventionsmassnahmen eingeleitet werden, bevor Probleme eskalieren.

2. Feedbacks einholen

Durch spezifische Analysen, etwa mithilfe der Job Stress Analysis (JSA), lassen sich die Bedürfnisse einzelner Teams genau erfassen. Hat man diese erst einmal identifiziert, kann man auch passgenaue Massnahmen entwickeln. (Mehr dazu hier.)

  • Vorausschauen. Mit regelmässigen Analysen und einem Frühwarnsystem geht ihr Auffälligkeiten proaktiv an.

  • Feedback einholen. Wenn ihr wisst, wo es harzt, könnt ihr konkrete Belastungen in individuellen Workshops und Teamcoachings gezielt angehen.

  • Wissen vermitteln. Schulungen zu Themen wie Stressmanagement, Resilienz und Selbstführung geben euren Mitarbeitenden die notwendigen Kompetenzen mit.

  • Abwechslung bieten. Für uns hat sich eine Mischung aus Online- und Offline-Formaten bewährt. Ergänzt Präsenzangebote mit Artikeln oder Webinaren, die jede*r eigenständig durchlaufen kann.

  • Dranbleiben. Begleitet eure Teams über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Überprüft während dieser Zeit, welche Wirkung die Massnahmen zeigen. Und holt Feedback ein, um das Angebot für eure Mitarbeitenden weiterzuentwickeln.

3. Führungskräfte als Multiplikatoren

Führungskräfte sind die Schlüsselakteure für den Erfolg eines BGM. Schulungsprogramme wie «Health in a Nutshell» – eine Grundausbildung für neue Führungskräfte – stärken deren Gesundheitskompetenz und helfen ihnen, Resilienz in ihren Teams aktiv zu fördern. So können sie als Vorbilder eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur etablieren.

4. Digitalisierung nutzen

Ein grosser Vorteil heute: Online-Angebote sind vielfach unabhängig von Zeit und Ort. Mitarbeitende können so flexibler an Trainings oder Coachings teilnehmen, und der Arbeitsalltag wird kaum davon beeinträchtigt.

5. Nachhaltigkeit in den Fokus rücken

Kurzfristige Massnahmen sind verlockend, aber wenn ihr euer Unternehmen nachhaltig auf gesunde Beine stellen wollt, richtet eure Gesundheitsmassnahmen langfristig aus. Die kontinuierliche Begleitung von Teams stellt sicher, dass das Gelernte in die Praxis übertragen wird. Und um später zu optimieren, ist auch eine regelmässige Evaluation Gold wert.

Ihr wollt Gesundheit nachhaltig in eurem Unternehmen etablieren – und fragt euch, wo ihr anfangen sollt? Kontaktiert uns. Gemeinsam schauen wir, was für euch sinnvoll ist.

«Lebenszyklusorientierte Personalentwicklung» von Anita Graf, Anja Mücke und Susanne Dornemann
Das Buch bietet Details zum Case und zahlreiche weitere Fallbeispiele zur Personalentwicklung.

ISBN 978-3-658-45246-9